"Markus Prem zeigt einmal mehr, dass Lyrik
auch tiefsinnig humoristisch sein kann. Gerne
greift er Themen auf, die im Alltag als skandal-
trächtig angesehen werden. Der Autor reibt
sich mit stichelnder Intelligenz an der schon
zum Alltagsschema verkommenen Attitüde,
die geringsten Einzelabweichungen, und
seien es nur individuelle Vorkommnisse von Massenphänomenen, mit Sensationslust
zum unbedingten Skandalon zu erheben.
"

[ aus: Neue Sirene - Zeitschrift für Literatur, Nr. 17/2003 ]

"Das ehemalige Vorstandsmitglied der
Bukowski-Gesellschaft hat sich feinster
Kurzlyrik verschrieben, die sich mit
dem brutalen Wahnsinn der Gegenwart
auseinandersetzt. Dabei hat sich Prem
in den letzten Jahren einen exzellenten
Ruf unter Lyrikfreunden erworben."

[ Roland Adelmann, Sommer 2016 ]

"[...] Mich erinnert die Lyrik dieses Wiener Wortkünstlers teilweise an Gemälde des Expressionismus. Jedes Gedicht verdichtet Realität und entfaltet mit präzisen Zeichnungen eine Ausdruckskraft, die nicht primär von den Worten selbst ausgeht, sondern vom Spannungsverhältnis zwischen ihnen. Die kraftvolle Poesie von Markus Prem besitzt zwei herausragende Eigenschaften, die sich nur scheinbar widersprechen: Zielgenauigkeit
und Tiefe.
"

[ Francisco Cienfuegos, April 2016 ]

 


Endspurt

In engen
Kurven
   
schnell
aufholen

was auf
Durststrecken
versäumt
wurde.

aus: Auf kaltem Fels
RUP, Dortmund 2017


{ Eintritt frei }

 

Angezählt

Mit leeren
Augen
   
im Ring
des Lebens.

Der Gegner
unsichtbar
am besseren
Ende.

aus: In der Bredouille
RUP, Dortmund 2015